Konzert: Fr, 19.03.2027, 19:30 Uhr, Germanisches Nationalmuseum Nürnberg
Eckart Runge, Cello & Jacques Ammon, Klavier
Programm
"Opium - Licht und Schatten der 20er-Jahre"
Die 1920er Jahre: eine Zeit des Rausches und der Angst, des Aufbruchs und des nahenden Untergangs - und eine der produktivsten Phasen der Musikgeschichte. Gershwin, Weill, Eisler, Korngold, Mahler, Ravel, Satie und andere komponierten Werke, die diese Zerrissenheit in Töne fassten, bevor viele von ihnen ins Exil getrieben wurden. Cellist Eckart Runge und Pianist Jacques Ammon bringen diese Musik mit unwiderstehlicher Energie und Tiefgang auf die Bühne – ein Abend, der die Seele der Zwanziger ebenso feiert wie er sie betrauert.
George Gershwin (1897-1938)
- Ein Amerikaner in Paris (Arr. Jasha Heifetz/Runge&Ammon)
Germaine Tailleferre (1892-1983)
- Berceuse (Arr. Runge&Ammon)
Kurt Weill (1900-1950)
- Paraphrase über die Moritat von Mackie Messer aus der Dreigroschenoper und
- Youkali - Tango Habanera aus der Oper Maria Galante (Arr. Wolf Kerschek/Runge&Ammon)
Ernest Bloch (1880-1959)
- From Jewish Life B.54 für Cello und Klavier
- Prayer
- Supplication
- Jewish Song
Erich Wolfgang Korngold (1897-1957)
- Zwei Lieder
- Schneeglöckchen op. 9 Nr. 1
- Versuchung op. 18 Nr. 3
Paul Hindemith (1895-1963)
- Capriccio für Cello und Klavier op.8
Maurice Ravel (1875-1937)
- Blues aus der Violinsonate (Arr. Runge&Ammon)
Tom Tykwer/Johnny Klimek:
- Berlin Babylon - Suite
- Allein
- Ein Tag wie Gold (Arr. Runge&Ammon)
Jacob Gadé (1879-1963)
- Jalousie - Tango Concertante (Arr. Runge&Ammon
Änderungen vorbehalten.
Eckart Runge, Cello
Eckart Runge, in eine Historiker- und Diplomatenfamilie hineingeboren, wuchs in verschiedenen Ländern auf und erhielt seinen ersten Cellounterricht im Alter von neun Jahren in Prag. Er studierte bei Edmond Baert am Konservatorium Brüssel und bei David Geringas an der Musikhochschule Lübeck. Als Gewinner des Premio Stradivari Cremona (1991), des Deutschen Musikwettbewerbs (1994) und des Concours International de Musique Genève (1995) begann er früh eine internationale Solokarriere.
Als Gründungsmitglied des Artemis Quartetts war er über zwei Jahrzehnte auf allen grossen Podien der Welt präsent; die zahlreichen Quartettaufnahmen bei Virgin/EMI wurden vielfach ausgezeichnet. 2019 entschied er sich für eigene künstlerische Wege.
Sein Solistendebüt-Album mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin erhielt 2021 den Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik.
Ab 2024 gestalten Eckart Runge & Jacques Ammon als «Artists in Residenz» beim Konzerthaus Berlin eine eigene Konzertreihe.
Jacques Ammon, Klavier
Jacques Ammon wurde in Santiago de Chile als Kind deutsch-chilenischer Eltern geboren. Er gewann bereits 1989 den 1. Preis beim Internationalen Claudio-Arrau-Klavierwettbewerb und konzertierte seitdem in Konzertsälen von Wien bis Tokio, Amsterdam bis Paris. In enger Zusammenarbeit mit Geiger Daniel Hope entstanden mehrere Einspielungen für die Deutsche Grammophon.
Seit 2015 ist er Professor für Klavier an der Hochschule für Musik und Theater «Felix Mendelssohn Bartholdy» in Leipzig.
Das Duo Runge & Ammon besteht seit 1996 und feiert dieses Jahr sein 30-jähriges Bestehen.
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