Konzert: Mittwoch, 13.01.2027, 19:30 Uhr, C. Bechstein Centrum Nürnberg

Solist: Janick Cech, Klavier - "My personal heroes"

Wer sind die Komponisten, die einen jungen Pianisten prägen? Die ihn durch seine Lehrjahre begleiten, in schlaflosen Nächten vor dem Konzert, in den Momenten, in denen Musik mehr ist als Töne auf Papier? Für Janick Čech sind es Rameau, Skrjabin, Rachmaninow und Beethoven – und mit seinem Rezital My Personal Heroes eröffnet er den Zuhörenden einen außergewöhnlich persönlichen Einblick in sein musikalisches Innenleben.

Den Auftakt macht Jean-Philippe Rameau - ein Held der Ordnung und der Sinnlichkeit. Seine Cembalostücke "Le Rappel des Oiseaux", "Les Tendres Plaintes" und "La Poule" verwandeln sich am Klavier in filigrane Miniaturen voller Witz und Anmut – Heldentum nicht des Schlachtfelds, sondern des Geistes und des handwerklichen Ideals. Es folgt ein Dialog zwischen zwei Titanen der russischen Romantik: Alexander Skrjabin, der Visionär und Mystiker, und Sergei Rachmaninow, dem das Menschliche, Schwere und Sehnsuchtsvolle stets Antrieb blieb. Im Wechsel ihrer Études und Préludes stellt Čech zwei Heldenbilder gegenüber, die einander brauchen, um vollständig zu sein. Den Abschluss bildet Beethovens Sonate f-Moll op. 57, die »Appassionata« – das wohl eindringlichste Heldendrama der Klavierliteratur. Held zu sein bedeutet hier nicht Triumph, sondern Standhaftigkeit im Angesicht des Abgrunds.

Werke

Jean-Philippe Rameau  (1683–1764)

  • Le Rappel des Oiseaux, RCT 2
  • Les Tendres Plaintes, RCT 3
  • La Poule, RCT 6

Alexander Skrjabin  (1872–1915)  &  Sergei Rachmaninow  (1873–1943)

  • Prélude B-Dur op. 11 Nr. 21  (Skrjabin)
  • Étude-tableau d-Moll op. 39 Nr. 8  (Rachmaninow)
  • Étude fis-Moll op. 8 Nr. 2  (Skrjabin)
  • Prélude g-Moll op. 23 Nr. 5  (Rachmaninow)
  • Étude cis-Moll op. 2 Nr. 1  (Skrjabin)
  • Étude cis-Moll op. 42 Nr. 5  (Skrjabin)
  • Prélude D-Dur op. 23 Nr. 4  (Rachmaninow)
  • Étude dis-Moll op. 8 Nr. 12  (Skrjabin)

Ludwig van Beethoven  (1770–1827)

Sonate f-Moll op. 57 »Appassionata«

  • I. Allegro assai
  • II. Andante con moto
  • III. Allegro ma non troppo – Presto

Änderungen vorbehalten.


Janick Cech, Klavier

Janick Cech, geboren am 26. April 2004 in München, gehört zu den faszinierendsten Klaviertalenten seiner Generation. Bereits mit sechs Jahren erhielt er seinen ersten Unterricht bei seinem Vater; ab 2015 setzte er seine Ausbildung bei Maria Ilyashov fort. Von 2019 bis 2022 studierte er als Jungstudent an der Hochschule für Musik und Theater München bei Prof. Michael Schäfer und erhielt dabei wertvolle Impulse von Claudio Martínez Mehner, Lev Natochenny und Antti Siirala.

Seinen internationalen Durchbruch erzielte er 2021 mit dem 1. Preis beim Internationalen Robert-Schumann-Wettbewerb in Düsseldorf; 2024 gewann er den 1. Preis beim Internationalen Volodymyr-Krainev-Wettbewerb (Kharkiv Meets Zurich), und im Mai 2026 setzte er diese Erfolgsserie mit dem 1. Preis beim Internationalen Dinu-Lipatti-Wettbewerb fort.

Seit Oktober 2023 studiert er an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar bei Prof. Michail Lifits und ist Stipendiat der Internationalen Musikakademie Liechtenstein.

Foto: Barbara Westphalen

Sein Debüt als Solist bestritt er im Herkulessaal der Münchner Residenz mit Mozarts Klavierkonzert A-Dur KV 414; weitere Auftritte führten ihn durch Mittel- und Osteuropa. Bei den Nürnberg Recitals 2027 ist er unser Young Artist.