Konzert: 19.11.2026, 19:00 Uhr - im C. Bechstein Centrum Frankfurt/Main
Programm
Die folgenden Werke schlagen einen Bogen von den kunstvollen Variationen des niederländischen Frühbarock bis zur schillernden Klangfantasie der Gegenwart und machen hörbar, wie sich musikalisches Erzählen über vier Jahrhunderte hinweg immer wieder neu erfindet. Zwischen Haydns heiterer Klarheit, Brahms' introspektiven Intermezzi und der expressiven Klangsprache Bergs und Benjamins entfaltet sich ein Abend, der Tradition und Aufbruch in unmittelbare Nähe zueinander rückt.
Jan Pieterszoon Sweelinck (1562-1621, Niederlande): Variationen über „Mein junges Leben hat ein End“, SwWV 324
Joseph Haydn (1732–1809, Österreich): Sonate G-Dur, Hob. XVI:39
Johannes Brahms (1833–1897, Deutschland): Drei Intermezzi, op. 117
Alban Berg (1885–1935, Österreich): Sonate, op. 1
George Benjamin (geb. 1960, Grossbritannien): Fantasy on Iambic Rhythmca.
Änderungen vorbehalten.
Ariel Lanyi, Klavier
„Seine Klarheit – harmonische Nuancen feingfühlig beleuchtet, Rhythmen klar herausgearbeitet, Klangfarben variiert – ist ausserordentlich. Kunstvoll phrasiert, wunderbar gefärbt.“ Gramophone
Ariel Lanyi gehört zu den eigenwilligsten und tiefgründigsten Pianisten seiner Generation. In Jerusalem geboren, in London ausgebildet, verbindet er pianistische Brillanz mit einem dezidiert musikalischen Denken – geprägt von einer tiefen Verwurzelung in den Werken Haydns, Beethovens und Schumanns. Sein Spiel überzeugt nicht durch Effekt, sondern durch Klarheit, analytische Schärfe und emotionale Wahrhaftigkeit. 2021 gewann er den 3. Preis beim Leeds International Piano Competition (Brahms-Konzert Nr. 2 mit dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra unter Andrew Manze) sowie die Preise beim Young Classical Artists Trust London und der Concert Artists Guild New York. 2023 erhielt er den mit 50.000 CHF dotierten Prix Serdang – ausgewählt von Rudolf Buchbinder persönlich, der sich besonders von Lanyis Interpretation der Beethoven-Sonate „Hammerklavier“ beeindruckt zeigte. Ebenfalls 2023 wurde er von Classic FM als „Rising Star“ ausgezeichnet sowie mit dem Rising Stars Award der Stadt Mönchengladbach geehrt.
Über viele Jahre hinweg spielte er zudem regelmässig Alfred Brendel vor, bis kurz vor dessen Tod im Jahr 2025 - eine prägende künstlerische Mentorschaft. Ariel konzertiert regelmässig mit renommierten Orchestern wie dem Mozarteumorchester Salzburg und dem Mahler Chamber Orchestra. Solorezitale führen ihn in die Wigmore Hall, die Fundacion Juan March Madrid, den Kissinger Sommer, die Alte Oper und das Marlboro Music Festival.
Weitere Informationen unter Ariel Lanyi